Samstag, 31. Mai 2008

Frauenpower

Heute Morgen hatte Thomas zum ersten Mal das Vergnügen mit der Fähre ins Büro zu fahren, und ich hatte einen riesigen Berg Umzugskartons vor mir und wusste gar nicht wo ich weitermachen sollte.

Zum Glück kamen Nadine und Filiz und wir machten uns daran die Schränke aufzubauen. Das gehört leider nicht zu den Kompetenzen der australischen Umzugsfirma, weil das angeblich zu kompliziert sei, aber selbst ist die Frau!

Bevor wir allerdings anfangen konnten die Schränke zusammen zubauen, mussten wir die dazugehörigen Schrauben finden. Unser Umzugsunternehmen in Deutschland hatte alle Schrauben und Zubehörteile gekennzeichnet und getrennt gepackt, wo aber war das Zubehör für die Schränke aus Berlin, die Thomas selber eingepackt hatte?

Nach einem Anruf bei Thomas waren wir schlauer. „In irgendeiner Tüte, wenn ich sie sehe, erkenne ich sie.“

Aha, das ist ja einfach. Wir machten uns also auf die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Im 14. Karton sind wir fündig geworden.

Und los ging`s. Noch vor dem Mittagessen waren zwei Schränke mit Einlegeböden und Türen komplett aufgebaut.

Zur Stärkung sind wir zu einem nahe gelegenen Einkaufszentrum gefahren und haben dort türkisch zu Mittag gegessen und sind ein bisschen umher geschlendert.

Wieder zurück im Apartment ging es mit Schrankaufbau weiter.

Also Thomas nach Hause kam war dann nur noch der große Schrank im Wohnzimmer aufzubauen. Das haben Nadine und Thomas mit Unterstützung von Filiz und mir toll hinbekommen!

Leicht erledigt vom Tag haben wir uns Pizza bestellt und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Freitag, 30. Mai 2008

Umzug


Heute Morgen sind wir etwas früher als sonst aufgestanden, haben unsere Koffer fertig gepackt, haben ausgecheckt, dabei noch von der Rezeption zwei Frühstückspakete geschenkt bekommen (wahrscheinlich sahen wir etwas gestresst aus und man wollte uns was Gutes tun), dann habe ich Thomas mit dem Auto ins Büro gefahren und war kurz vor 8 Uhr in Drummoyne und habe unseren Container erwartet.

Kurz nach 8 Uhr war er dann auch da, mit ihm zwei Umzugsmänner, die nicht genau wussten, ob im Container schon unsere gesamter Hausstand ist oder ein Teil noch bei der Umzugsfirma steht. Geplant waren zwei Tage für den Umzug und die Kartons waren auch in einen kleineren Container umgepackt, so dass ich auch nicht beurteilen konnte, ob schon alles dabei war. Aber wie ist das australische Motto: „No worries!“

Ich habe schon mit Schrecken an unsere erste Nacht in der neuen Wohnung auf dem Fußboden gedacht. Geplant war, dass zuerst das Bett aufgebaut wird und dann alles andere. Nur wusste noch keiner wo unser Bett war… .

Eine halbe Stunde später kam meine erste Umzugshilfe Filiz. Sie schnappte sich gleich die Liste mit den Kartons und hakte die Nummern ab. An ihr kam niemand ungesehen vorbei.

Wieder eine halbe Stunde später war die zweite Umzugshilfe Nadine zur Stelle. Jetzt hatten wir geballte Frauenpower gegen zwei junge Männer, die 250 Umzugspakete in die Wohnung schleppen durften.

Ohne die beiden Mädels wäre ich wahrscheinlich im Quadrat gehüpft. Mehrere Kartons auf einmal anhand der Nummern identifizieren, abhaken und delegieren wo sie hin sollen und das bei zwei verschiedenen Umzugsmännern, meist zur gleichen Zeit, stelle ich mir alleine sehr anstrengend vor.

So war das wunderbar, wir hatten unseren Spaß, haben nebenbei auch gleich Kartons ausgepackt und haben unsere Umzugsmänner bei Laune gehalten.

Zur Mittagszeit haben wir uns Pizza bestellt und die, als erste Mahlzeit auf unserer Terrasse, genüsslich verspeist.

Nachdem alle Kartons ausgeladen waren, in der Zwischenzeit stand dann auch fest, dass bereits alle Sachen im Container waren, wurden die Kartons von den Umzugsmänner auch ausgepackt. Damit das Ganze aber nicht zu chaotisch wurde, habe ich einige Kartons gekennzeichnet, die ich später auspacken wollte, weil noch nicht bei allen Sachen klar war, wo sie hin sollten.

Zudem werden die Kartons nur ausgepackt und der Inhalt einfach irgendwo hin gestellt.

Wir Mädels haben uns in die Küche begeben, die Männer die Küchenutensilien auspacken lassen und haben währenddessen die Küchenschränke eingeräumt. Mit Nadine und Filiz klappte das echt gut, weil wir alle die gleiche Einräumlogik hatten.

Als Thomas am Abend nach Hause kam waren Esszimmer und Küche schon einsatzbereit und das Bett war aufgebaut.

Donnerstag, 29. Mai 2008

Containervorbereitungen

Morgen wird nun endlich der Container ausgeliefert und wir haben unsere Möbel wieder.

Aber bis es soweit ist, musste ich noch einiges in der Wohnung tun.

Im Wohnzimmer waren noch unsere Grills geparkt, in der Dusche standen vom Putzen noch die Grillroste und die Küchenablage wollte auch nochmals einen Lappen sehen. Dann habe ich gefegt und gewischt, habe das Übernahmeprotokoll kontrolliert und ergänzt und bin voller Vorfreude auf den folgenden Tag wieder in die City zurück.

Mittwoch, 28. Mai 2008

Luftfracht

Heute wurde unsere Luftfracht abgeholt.

Das bedeutete für mich Kleider aus dem Schrank raus, einpacken in Kartons, die bis dahin teils leer, teils gefüllt dekorativ im Wohnbereich des Apartments standen. Der Haken an der Sache war nur, dass sich die Kartons in der Zwischenzeit nicht vermehrt hatten, unser „Hausstand“ aber schon.

Netterweise nahm der Fahrer noch zusätzliche Beutel mit, in die ich schon mal unsere Lebensmittel verstaut hatte.

Da es nicht erlaubt ist, dass ich mit dem Fahrer zur neuen Wohnung mitfahren konnte,

bin ich mit dem Bus voraus gefahren, während der Fahrer noch die Kartons ins Auto gewuchtet hat.

Und dann standen 16 Kartons im neuen Schlafzimmer in Drummoyne und warteten darauf in die Schränke verstaut zu werden. Nach knapp zwei Stunden war das erledigt, ich habe nochmals das Ameisennest kontrolliert, zum Glück keine neuen Vorkommnisse, und bin dann wieder zurück in die City gefahren.