Mittwoch, 25. Juni 2008

Verkorkste Spätzle und eine herrliche Aussicht


Heute hatte ich mal richtig Lust auf Gulasch mit Spätzle. Das Fleisch dazu ist einfach zu bekommen, leider aber nicht das passende Mehl für die Spätzle.

Nachdem mein Marmorkuchen vor kurzem ja schon nicht so war wie ich es erwartet hatte, sollte das bei meinen Spätzle anders laufen.

Ich habe festgestellt, dass das Mehl, das ich für den Kuchen verwendet habe,bereits Backpulver enthält. Aha, das muss für mein Vorhaben nicht sein.

Ich habe mir also im Supermarkt nochmals alle Mehlsorten, die es gibt, und davon gibt es nicht wirklich viele, genau angeschaut und mich dann für ein ganz ordinäres Mehl entschieden.

Da ich so Hunger hatte und schnell was essen wollte, habe ich mich für die Spätzlepresse entschieden anstatt die Spätzle zu schaben.

Das war keine gute Idee.

Der Teig kam nämlich nicht wie ein „zäher“ Faden aus der Presse sondern in einem großen Klumpen. Ich habe noch versucht zu retten was zu retten war und habe immerhin noch dicke Knöpfle daraus machen können.

Das nächste Mal probiere ich mal die „Schabvariante“, und wenn das auch nichts wird, dann hätte ich gerne Mehl aus Deutschland.

Zum Trost habe ich mein Mittagessen auf der Terrasse bei herrlich blauem Himmel zu mir genommen und unsere wunderschöne Aussicht genossen.

Freitag, 20. Juni 2008

Und wieder ein Apothekenerlebnis

In den letzten Tagen ist nicht viel Spannendes passiert, und da es sehr viel regnet haben wir auch nicht viel unternommen.

Regen hat auch den Vorteil, dass man sich mit dem hiesigen Fernsehprogramm auseinandersetzten kann.

Fünf Programme kann man hier kostenlos empfangen und man fühlt sich fast heimisch, wenn man fernsieht.

Es kommt “Grey`s Anatomy”, “Desperate Housewives”, “Dr. House”, “Friends”, “Neighbours” und so tolle Dinge wie "Frauentausch", "Bauer sucht Frau", “Deal or No Deal”, “Kochduell”, “Big Brother”, “Hilfe, ich bin ein Star, holt mich hier raus”, “Glücksrad” irgendwelche Talentshows, Tanzshows und so weiter.

Aber heute hatte ich mal wieder ein interessantes Apothekenerlebnis.

Ich war hier in Downtown Drummoyne in der Apotheke, weil ich Thomas etwas gegen seine Erkältung holen wollte. Ich habe zwar alles Mögliche dabei, aber sein „Lieblingsmedikament“ ist jetzt aus.

Man kann in der Apotheke Ferrero Rocher, Barbiepuppen, Rasierapparate, Passbilder und andere nützliche Dinge des Lebens bekommen, aber kein ACC (Acetylcystein).

Dieses Mal war ich schon so clever und habe den Wirkstoffnamen notiert und der netten Dame unter die Nase gehalten. Als sie mich dann fragte, ob das chemisch oder natürlich sei, war mir schon Einiges klar. Sie reichte meinen Zettel an eine andere Dame weiter, die dann immerhin wusste, dass man diesen Wirkstoff auch bei einer Paracetamol- Intoxikation verwendet. „Aha, man kennt es hier, immerhin.“

Sie fragte, ob ich Thomas vergiftet hätte und ich das Produkt deshalb bräuchte. Ich habe dann erklärt, dass wir das in Deutschland zum Hustenlösen verwenden. Für diese Anwendung ist es in Australien nicht zu bekommen. Na gut, dachte ich mal wieder, dann eine Alternative, die ich nicht daheim habe.

Ein Tee sollte es dann sein.

Aber nein, so was scheinen die hier nicht zu kennen. Ich bekam ein paar Naturprodukte in Kapselform gezeigt, die das Immunsystem unterstützen sollen, mich aber nicht überzeugt haben und ein paar chemische Hemmer, die ich Thomas nicht zumuten wollte.

Also, sollte uns jemand was Gutes tun wollen, dann schickt uns ACC akut und einen Husten- und Bronchialtee.

Montag, 9. Juni 2008

Deutscher Abend

Zum Glück gibt es hier ja einiges, was einen heimisch fühlen lässt.

Und so stand heute ein Besuch bei IKEA auf dem Programm. Die „Schweden“ sind nur 15 Minuten von uns entfernt und scheinbar nicht weniger beliebt als bei uns. Da war es gerammelt voll.

Wir brauchten noch einen Schreibtisch für unser Büro und ein paar andere Kleinigkeiten wie Handtuchhalter und Aufbewahrungsboxen. Eigentlich hätten wir noch Lust auf einen Hot dog gehabt, aber da war uns die Schlange zu groß.

Aber wir kamen noch zu unseren Würstchen.

Abends waren wir mit Britta und Michael bei Nadine und Gregor zum „Deutschen Abend“ eingeladen.

Zum Abendessen hatten wir Bockwürstchen, Bratwürste und Kartoffelsalat und Bautzener Senf. Mmh, das war lecker.

Nach dieser Stärkung haben wir uns an die „Sternfahrer“ gemacht und, ich glaube drei Stunden, das „Siedler“-verwandte Spiel gespielt.

Nachdem das Siegerpaar Michael und Gregor feststand sind Thomas und ich auf die Gästecouch verschwunden, Britta und Michael sind heim, und die Herren und Nadine haben sich den Wecker für 4:40 Uhr gestellt, weil sie unbedingt das Fußballspiel Deutschland gegen Polen live sehen wollten.

Das haben sie dann tatsächlich gemacht. Britta und ich haben es vorgezogen zu schlafen, aber die anderen waren mit Eifer und viel Kaffee dabei.

Sonntag, 8. Juni 2008

Mal wieder Sonne

Nachdem wir wieder ein bisschen rumgewerkelt hatten, sind wir zum Einkaufen in den 5 km entfernten Aldi nach Leichhardt gefahren und haben uns unter anderem mit deutschem Vollkornbrot und Bockwürstchen versorgt.

Danach haben wir uns auf dem Fischmarkt mit Christian, ein früherer Kollege von Thomas aus Berlin, und dessen Freundin Cordi getroffen. Die zwei sind sieben Monate im Asiatisch-Pazifischen Raum unterwegs.

Das Wetter war ausnahmsweise mal wieder schön, und wir wollten bei uns grillen. Wir haben uns ein großes Lachsfilet und ein Kilo Garnelen gekauft und sind dann zu uns gefahren.

Wir konnten tatsächlich bis zum Einbruch der Dunkelheit draußen sitzen und haben ein bisschen Sonne genossen.

Aber so bald es dunkel wird, wird es auch richtig frisch. Ist aber kein Wunder, es ist schließlich Winter. Mit Tagestemperaturen um die 15 Grad kann man sich für Winter nicht wirklich beschweren. Der Haken ist nur, dass die ganzen Häuser hier keine Heizung haben, es also ganz schön kalt wird, wenn man keinen Heizlüfter oder einen Heizkörper hat, den man in die Steckdose stecken kann. Zum Glück haben wir beides, so dass man bei uns nicht frieren muss. Wir saßen dann bis abends auf unserer Sitzgruppe, neben dem Heizkörper, haben Tee getrunken und viel erzählt.