Sonntag, 4. Mai 2008

Und es fährt


Heute war es nun endlich soweit, wir konnten unser „neues“ Auto abholen.

Thomas` Arbeitskollege Scott war so nett und hat uns hingefahren. Eine gute halbe Stunde haben wir über den Highway gebraucht, aber nicht weil so viel Verkehr war, sondern weil Sydney eine wirklich große Stadt ist. Zum Vergleich, die Einwohnerzahl ist die gleiche wie in Berlin, aber die Fläche ist mehr als 13 mal so groß.

Es war schon sehr spannend sich ins gerade gekaufte Auto zu setzen, ohne vorher eine Probefahrt gemacht zu haben. Aber es sprang an, es fuhr und es bremste. Also, auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung zu sein. Ein paar „Kleinigkeiten“, wie neue Vorderreifen und irgendein Gummiteil möchte Thomas erneuern, aber ansonsten ist er sehr glücklich mit seinem Kauf.

Wir waren danach noch mit Scott in Newtown brunchen. Dabei habe ich gelernt was ein „Flat White“ ist, nämlich ein Milchkaffee und was ein „Benedict“ ist. Nein, das ist in diesem Fall nicht der Papst, sondern das sind pochierte Eier auf getoastetem Brot mit Lachs, Schinken oder Speck.

Bis dahin war das Fahren für Thomas noch nicht so schwierig, weil die Gegend noch relativ ländlich war, aber nach unserem Brunch sind wir nach Bondi Beach gefahren, zu Britta und Michael, um ein bisschen Geburtstag zu feiern.

Es ist schon eine große Herausforderung auf der rechten Seite zu sitzen, mit der linken Hand zu schalten, auf das Navigationssystem zu achten und noch aufzupassen, dass man Linksverkehr hat. Aber ich muss sagen, Thomas hat das sehr gut gemacht und wir sind gesund und unbeschadet in Bondi angekommen.

Und es gab mal wieder leckeres Essen bei den beiden!

Wir konnten uns Burger vom Grill „bauen“ mit allem was man sich nur vorstellen kann.

Und leckeren Wein, den wir einfach mal „Sland“ nennen, gab es auch. Wir haben uns prächtig amüsiert und es wurde mal wieder spät.

Samstag, 3. Mai 2008

Cocktails gegenüber der Oper


Heute Morgen konnte ich kaum aufstehen vor lauter Muskelkater. Da aber bekanntlich leichte Bewegung das beste Mittel dagegen ist, bin ich nach Glebe gelaufen, um nach einem Parkplatz Ausschau zu halten.

Glebe liegt weiter westlich und ist „nur“ 1km entfernt von unserem Apartment. Vor einer Fleischerei habe ich einige Parkplätze entdeckt, die zwar nicht mit Schildern als Parkplatz ausgewiesen sind, aber es stehen auch keine Verbotsschilder da, was mich darauf schließen lässt, dass wir hier das Auto hinstellen können.

Ich bin trotzdem noch ein bisschen weiter gelaufen, damit wir Auswahlmöglichkeiten für morgen haben.

Nach meinem Rundgang war ich im Paddy`s Market und habe uns für das Wochenende mit Obst und Gemüse eingedeckt. Es ist schon bemerkenswert wie groß der Markt und somit auch die Auswahl ist.

Nachmittags war ich zuerst im Myer ein Geburtstagsgeschenk kaufen und bin dann weiter zum Circular Quay gelaufen, wo Thomas` Firma mal wieder etwas zu feiern hatte.

Vor fünfeinhalb Jahren waren Thomas und ich schon einmal in der „Cruise Bar“, die genau gegenüber der Oper liegt. Schon damals hat uns die „Location“ sehr gut gefallen.

Die Deutschen haben mal wieder am längsten ausgehalten, muss daran liegen, dass wir gewöhnt sind später am Abend auszugehen, im Gegensatz zu den Aussies, bei denen jede Veranstaltung früh anfängt und dann aber auch meist weit vor 23 Uhr wieder zu Ende ist.

Britta, Michael, Matthias, Thomas und ich konnten sogar noch ein Feuerwerk neben der Oper bewundern, während wir unsere Cocktails genossen haben.

Was soll ich sagen, es war wie immer ein lustiger Abend.

Freitag, 2. Mai 2008

Sydney Dance Company


Puh, bin ich fertig. Ich war heute Morgen das erste Mal seit einigen Wochen wieder tanzen.

Ich gehöre jetzt zur „Sydney Dance Company“.

Hört sich toll und spektakulär an, hier kann aber jeder mittanzen der möchte. Zumindest in den angebotenen Kursen. Und davon gibt es einige. Über 60 Einheiten in der Woche werden unterrichtet vom Jazz über Ballett bis Hip Hop, Funk und Stepptanz.

Ich habe mir heute Morgen ein 10er Ticket gekauft , damit kann ich wann ich will,an jedem Kurs, den ich mir spontan aussuchen kann, teilnehmen. Heute habe ich mich für einen Anfänger-Kurs im Jazz entschieden. Ich dachte mir: „Fängste mal leicht an und steigst beim nächsten Mal voll ein“.

Ja, von wegen. Der Anfänger-Kurs ist für mich „voll einsteigen“ gewesen. Ich dachte zwar ich hätte ein paar Jahre Erfahrung im Tanzen, aber entweder die tanzen hier anders oder die verstehen unter Anfängern was anderes als ich. Auf jeden Fall hat es mir Spaß gemacht und ich spüre jeden Muskel und jede Sehne, die ich so habe.

Wir haben mit Stretching angefangen, haben mit Bauchmuskeltraining weitergemacht, sind dann in Reihen hintereinander kleine Bewegungsabläufe durchgegangen („diagonal durch den Raum“, meine Tanzmädels wissen was ich meine) und haben dann in der letzten Stunde eine kleine Choreographie mit acht Achtern gelernt.

Nach diesen zwei Stunden war ich fix und alle! Aber es tat gut, sich mal wieder körperlich-sportlich zu bewegen. Das werde ich jetzt einmal pro Woche machen, nicht immer vormittags, sondern auch mal am Abend, dann kommt vielleicht auch mal Thomas` Kollegin Nicolette mit.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Parkplatzsuche mitten in der Stadt

Juhu, am Samstag können wir unser Auto abholen. Thomas` Arbeitskollege Scott ist so nett und fährt uns hin.

Doch wohin damit mitten in der Stadt?

Ich habe mich heute auf die Suche nach einer Parkmöglichkeit gemacht, die nichts kostet aber auch nicht zu weit weg ist. Hm, aber das ist gar nicht einfach. Ich bin durch alle möglichen Straßen gelaufen, egal ob groß oder klein, aber nirgends habe ich was gefunden. Entweder gibt es Parkeinschautomaten, die man zwischen 8.00 Uhr und 22.00 Uhr mit Geld füttern muss, oder man hat einen Anwohner-Parkausweis, den man bestimmt nur bekommt, wenn man in der Nähe seinen festen Wohnsitz hat.

Ich bin bis zum Fischmarkt und noch ein Stück weiter in ein Wohngebiet gelaufen, hatte aber auch hier kein Glück.

Aber wenn man schon mal zur Mittagszeit in der Nähe des Fischmarktes ist, dann kann man da ja auch gleich was essen.

Inzwischen bin ich bei Austern auf den Geschmack gekommen, dank Britta und Michael, und habe mir zwei Austern und zehn Tiger Prawns gekauft, habe mich draußen in die Sonne gesetzt und mein Mittagessen genossen.

Jeder, der uns besucht, bekommt die Möglichkeit die frischesten Austern und leckersten Garnelen mit uns zu essen, versprochen!

Bei meinem Rückweg durch Pyrmont, ich bin extra einen anderen Weg zurückgelaufen, habe ich leider auch keine Parkmöglichkeit gefunden.

Da mal wieder die Sonne schien, was nicht mehr täglich vorkommt, schließlich geht es auf den Winter zu, habe ich mir bei meinem Starbucks eine Latte geholt und mich mal wieder an die Hafenpromenade an der Cockle Bay gesetzt.